News

100 Jahre Revolution in Bayern und Aschaffenburg. Kurt Eisner, der Freistaat und die Räterepublik

Ausstellung vom 15. November bis 21. Dezember 2018
im Schönborner Hof

Die Ausstellung wird am Mittwoch, 14. November 2018, um 19 Uhr im Großen Sitzungssaal des Rathauses eröffnet. Das Stadt- und Stiftsarchiv ist an diesem Abend bis 22 Uhr geöffnet.

Die Bayerische Revolution und ihre Auswirkungen am Untermain
Ausstellung im Schönborner Hof über die Anfänge des Freistaats 1918/1919

Das Jahr 2018 steht in Bayern im Zeichen des landesgeschichtlichen Doppeljubiläums 1818 und 1918: 200 Jahre Verfassungsstaat und 100 Jahre Freistaat Bayern. Der Begriff „Freistaat“ geht zurück auf die Zeit der Bayerischen Revolution von 1918 am Ende des Ersten Weltkriegs. Die Ausrufung des „Freistaats“ erfolgte durch Kurt Eisner (1867-1919), den ersten Minister-präsidenten nach der gewaltlosen Abschaffung der Monarchie. Die Revolution erfasste nicht nur die Landeshauptstadt München, sondern zeigte teils erhebliche Auswirkungen auf die Regionen – bis an den bayerischen Untermain und Aschaffenburg.
Die Ausstellung „100 Jahre Revolution in Bayern und Aschaffenburg. Kurt Eisner, der Freistaat und die Räterepublik“ nimmt wichtige Geschehnisse, Themen und Personen rund um die Ausrufung des Freistaats, die unblutige Revolution Eisners sowie die nach seiner Ermordung ausgerufenen Räterepubliken in den Blick. Die revolutionären Ereignisse in Aschaffenburg wiederum können nur mit dem Wissen über die gesamtstaatliche Entwicklung in Bayern verstanden werden.
Die Aschaffenburger Ausstellung wird als lokalen Protagonisten unter anderem den Sozialdemokraten Jean Stock (1893-1965) in den Blick nehmen. Jean Stock, der Anfang April 1919 eine kurzlebige Räteherrschaft in Aschaffenburg proklamiert hatte, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg erster Oberbürgermeister der Stadt Aschaffenburg und Regierungspräsident von Unterfranken. Historische Originalobjekte und Filme ergänzen die umfangreiche Ausstellungs-präsentation.
Grundlage für die Ausstellungsteile zu Kurt Eisner sind die Recherche und die Objekte der 2017 im Stadtmuseum München gezeigten Ausstellung „Revolutionär und Ministerpräsident – Kurt Eisner 1867-1919“.

Öffnungszeiten
Montag bis Freitag: 11 bis 16 Uhr
Samstag/Sonntag, 17./18. November und 1./2. Dezember: 11 bis 16 Uhr
Der Eintritt ist frei. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Begleitprogramm
„Revolution digital“ – 1918/19 in Web-Portalen zur bayerischen Geschichte und Kultur
Vortrag von Dr. Matthias Bader (München, Bayerische Staatsbibliothek)
Donnerstag, 22. November 2018, 19 Uhr, Schönborner Hof (Storchennest)

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung mit der Kuratorin Ingrid Scherf (München)
Donnerstag,15. November 2018, 17 Uhr
Freitag, 14. Dezember 2018, 14 Uhr

 

 

Bücherbasar im Schönborner Hof

28. November bis 21. Dezember 2018

In der Adventszeit findet wieder der traditionelle Bücherbasar, veranstaltet vom Geschichts- und Kunstverein Aschaffenburg e.V. gemeinsam mit dem Stadt- und Stiftsarchiv, in den Räumen des Schönborner Hofs statt. Den Mitgliedern des Vereins werden Publikationen, Kunstmappen, Briefpapier und Weihnachtskarten zu günstigen Preisen angeboten. Es handelt sich dabei um Antiquarisches und neue Veröffentlichungen bzw. Reprints.

Öffnungszeiten des Bücherbasars:
Montag bis Freitag: 10.00 bis 12.00 Uhr
Montag bis Mittwoch: 14.00 bis 16.00 Uhr
Donnerstag: 14.00 bis 18.00 Uhr
Samstag, 1. Dezember 2018: 10.00 bis 15.00 Uhr

 

Johann Schweikard von Kronberg. Erzbischof – Reichsfürst – Bauherr, trinkfest und tolerant

Donnerstag, 7. Februar 2019, 19.30 Uhr
Schönborner Hof, Haus Storchennest
Dr. Hans-Bernd Spies M.A., Vortrag

 Johann Schweikard von Kronberg (1553-1626) wurde als Sohn eines hohen Beamten des Erzstiftes Mainz geboren: Sein Vater Hartmut war Großhofmeister in Mainz sowie Amtmann in Höchst und Hochheim, so daß eine Laufbahn im Dienst des Erzstiftes vorgezeichnet war. Der ursprünglich evangelisch gewesene Johann Schweikard trat 1564 zum katholischen Glauben über, denn damals erhielt er seine erste Pfründe am Mainzer Dom. Ab 1568 studierte er an verschiedenen Universitäten und kehrte 1578 endgültig nach Mainz zurück, wo er 1581 Rektor der Universität wurde. 1584 wurde er Generalvikar und 1595 Domdekan. 1604 wählte ihn das Domkapitel zum Erzbischof von Mainz, wodurch er zugleich die vornehmste Kurfürstenwürde erhielt. Er führte die Gegenreformation seines Vorgängers mit gezielten Maßnahmen fort und löste verpfändeten mainzischen Besitz wieder ein. In der Reichspolitik war er auf Ausgleich bedacht. Wie seine drei Vorgänger hatte er in seiner Wahlkapitulation den Wiederaufbau der Residenz in Aschaffenburg versprechen müssen, doch im Gegensatz zu diesen setzte er seine Zusage in die Tat um. Daß der Neubau von Schloß Johannisburg hauptsächlich durch Hexengelder finanziert wurde, ist allerdings eine den Quellen widersprechende propagandistische Erfindung, die in neuerer Zeit vornehmlich von feministischen Kreisen verbreitet wurde.

„Wikinger und andere Seeleute“. Fahrt in den Norden II

Donnerstag bis Sonntag, 3. bis 6. Oktober 2019
Exkursion 2019 in Zusammenarbeit mit den Museen der Stadt Aschaffenburg (Leitung: Dr. Markus Marquart, Anja Lippert)

Zum zweiten Mal nach 2014 führt eine Fahrt nach Norddeutschland, um neu eröffnete Museen und herausragende archäologische Funde zu besichtigen: Museum Lüneburg (eröffnet 2015), Europäisches Hansemuseum (2015), Museum Haitabu (2018).

Vorläufiges Programm

Donnerstag, 3. Oktober
Aschaffenburg – Lüneburg
Führung durch das Museum Lüneburg und Stadtführung
Hotel Seminaris in Lüneburg

Freitag, 4. Oktober
Lübeck – Schleswig
Führung im Europäischen Hansemuseum
Mittagspause in der Stadt
Hotel Alter Kreisbahnhof in Schleswig

Samstag, 5. Oktober
Schleswig
Wikinger Museum Haitabu: Führungen „Rundgang durch das Museum“ und „Spaziergang in das historische Gelände“
Schloss Gottorf: Führung „Die Eisenzeit in Nordeuropa“ und eigene Erkundung des Museums, z.B. „Gottorfer Riesenglobus“

Sonntag, 6. Oktober
Dannewerk – Braunschweig – Aschaffenburg
Das Danewerk – größtes Bauwerk der Wikingerzeit
Führung im Außengelände
Herzog Anton Ullrich Museum, Highlight-Führung mit Dr. Thomas Richter

Mindestteilnehmerzahl: 25 Personen

Kosten (inklusive Fahrt, 3 Übernachtungen mit Frühstück, Museum im Doppelzimmer 369 € pro Person, im Einzelzimmer 459 €
Anmeldung: Geschäftsstelle des Geschichts- und Kunstvereins Aschaffenburg e.V., Tel. 06021-45610513, E-Mail: marita.mischon@aschaffenburg.de

Anmeldeschluss: 22. März 2019

 

 

Schlaglichter: Aschaffenburg im Ersten Weltkrieg

Hundert Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs werden ab August 2014 im Stadt- und Stiftsarchiv ausgewählte Dokumente und Objekte dessen Auswirkungen auf das Leben der Bevölkerung Aschaffenburgs und den zunehmend von der Mangelwirtschaft geprägten Alltag beleuchten.

Monatliche Schlaglichter rücken die unterschiedlichen Aspekte in den Blickpunkt und stellen immer wieder den lokalen Bezug her, der sich beispielsweise in der Einrichtung der zahlreichen Lazarette oder anhand persönlicher Schicksale zeigt.

Die Präsentation wird jeweils zum 1. Samstag im Monat wechseln und zu den Öffnungszeiten des Stadt- und Stiftsarchivs im 1. Stock zu besichtigen sein.

 

Aktuelle Informationen finden sich unter „Projekte“ auf der Homepage des Stadt- und Stiftsarchivs.

Sterbebilder gesucht

Stadt- und Stiftsarchiv
sammelt  Sterbebilder

Erinnern Sie sich noch? Im Rundbrief Nr. 79 vom November 2013 berichteten wir von der Übernahme von Sterbebildern. Seitdem hat sich viel getan: Die Sammlung ist inzwischen von 686 auf 1644 Sterbebilder (Stand: April 2016) angewachsen.
Der Aufruf ist nach wie vor noch aktuell: Können Sie Sterbebilder entbehren? Wenn ja, ist das Stadt- und Stiftsarchiv ein dankbarer Abnehmer. Wir sind an Personen interessiert, die mindestens einen Teil ihres Lebens in Aschaffenburg verbracht haben oder eine andere besondere Beziehung zu Aschaffenburg gehabt haben.
Wir würden uns freuen, wenn wir die Sterbebilder-Sammlung mit Ihrer Hilfe erweitern könnten. Besonders interessant wären Sterbebilder aus dem 19. Jahrhundert, bzw. Anfang des 20. Jahrhunderts.

Ansprechpartner ist Matthias Klotz im Stadt- und Stiftsarchiv (Tel. 06021 / 456 105 – 12).

 

Diese Webseite verwendet Cookies. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. | Impressum Ok