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Schaufenster zur Stadtgeschichte – Wendelin Großmann „Wenn ich wieder zurück komme…“

Ausstellung vom 2. Mai bis 30. Juni 2019
Schönborner Hof (1. Stock)

Zum 50. Todestag des Aschaffenburger Künstlers Wendelin Großmann (1894 bis 1969) zeigt das Stadt- und Stiftsarchiv eine wenig bekannte Facette aus dem Schaffen des „Chronisten von Alt-Aschaffenburg“. Wendelin Großmann wurde am 1. April 1894 in Aschaffenburg geboren. Nach Beendigung der Schulzeit erlernt er den Beruf des Lithografen in der Aschaffenburger Buntpapierfabrik und ist über Jahrzehnte als Grafiker und Lithograf tätig. Nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs wird Wendelin Großmann am 2. Dezember 1914 einberufen und zieht nach seiner Grundausbildung mit an die Ostfront, später folgen unter anderem Einsätze in Frankreich und Italien. Aus dieser Zeit ist ein eindrucksvolles Skizzenbuch des Künstlers überliefert. Großmann hält Soldaten, Kriegsszenen, die örtliche Bevölkerung hinter den Fronten des Krieges, Häuser- und Dorfansichten, sowie Landschaften skizzenhaft fest; ebenso finden sich Gedanken des Künstlers, Liedtexte und Notizen.
Das Skizzenbuch ist im Rahmen der neuen Ausstellungsreihe „Schaufenster zur Stadtgeschichte“ das erste Exponat, welches präsentiert wird. Im „Schaufenster“ sollen mehrmals im Jahr kleinere Ausstellungen im 1. Obergeschoß des Archivs präsentiert werden. Neben einem neuen Ausstellungsdesign wird jetzt auch erstmals die neue Medienstation des Archivs als „lokal-digitale“ Ergänzung einer Ausstellung genutzt, wodurch der Einblick in das Skizzenbuch umfassend wird. Ergänzt wird die Präsentation durch weitere Originale (Zeichnungen, Bilder und Postkarten) Großmanns aus dem Besitz von Theo Streller.

Geöffnet zu den Lesesaal-Öffnungszeiten des Archivs:
Montag bis Mittwoch, 9 bis 12 und 14 bis 16 Uhr
Donnerstag 10 bis 12 und 14 bis 16 Uhr
Freitag 10 bis 12 Uhr

 

 

Vorstellung der Neuerscheinung des Buches zur Reichspogromnacht: Peter Körner „Jetzt ist es mit Dir aus…“

Mittwoch, 22. Mai 2019, 18.30 Uhr
Martinushaus Aschaffenburg, Treibgasse 26

Bereits jetzt weisen wir auf die geplante Vorstellung des Buches von Peter Körner zur Reichspogromnacht hin („Jetzt ist es mit Dir aus…“. 10. November 1938 in Aschaffenburg: Opfer und Täter, Ahndung und Erinnerung).*

Die Koordination bzw. Betreuung des Buchprojekts lag seit Anfang 2018 beim Stadt- und Stiftsarchiv. Wissenschaftlicher Gastredner wird an diesem Abend Prof. Dr. Magnus Brechtken sein, stellvertretender Direktor des Instituts für Zeitgeschichte (München).

*Mitteilungen aus dem Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg, Beiheft 5
ISBN 978-3-922355-35-9, 300 S., 40 S., 2019, 22,00 €

„Wikinger und andere Seeleute“. Fahrt in den Norden II

Donnerstag bis Sonntag, 3. bis 6. Oktober 2019
Exkursion 2019 in Zusammenarbeit mit den Museen der Stadt Aschaffenburg (Leitung: Dr. Markus Marquart, Anja Lippert)

Zum zweiten Mal nach 2014 führt eine Fahrt nach Norddeutschland, um neu eröffnete Museen und herausragende archäologische Funde zu besichtigen: Museum Lüneburg (eröffnet 2015), Europäisches Hansemuseum (2015), Museum Haitabu (2018).

Vorläufiges Programm

Donnerstag, 3. Oktober
Aschaffenburg – Lüneburg
Führung durch das Museum Lüneburg und Stadtführung
Hotel Seminaris in Lüneburg

Freitag, 4. Oktober
Lübeck – Schleswig
Führung im Europäischen Hansemuseum
Mittagspause in der Stadt
Hotel Alter Kreisbahnhof in Schleswig

Samstag, 5. Oktober
Schleswig
Wikinger Museum Haitabu: Führungen „Rundgang durch das Museum“ und „Spaziergang in das historische Gelände“
Schloss Gottorf: Führung „Die Eisenzeit in Nordeuropa“ und eigene Erkundung des Museums, z.B. „Gottorfer Riesenglobus“

Sonntag, 6. Oktober
Dannewerk – Braunschweig – Aschaffenburg
Das Danewerk – größtes Bauwerk der Wikingerzeit
Führung im Außengelände
Herzog Anton Ullrich Museum, Highlight-Führung mit Dr. Thomas Richter

Mindestteilnehmerzahl: 25 Personen

Kosten (inklusive Fahrt, 3 Übernachtungen mit Frühstück, Museum im Doppelzimmer 369 € pro Person, im Einzelzimmer 459 €

Anmeldung: Geschäftsstelle des Geschichts- und Kunstvereins Aschaffenburg e.V., Tel. 06021-45610513, E-Mail: marita.mischon@aschaffenburg.de

Die Exkursion ist ausgebucht!

 

 

Sterbebilder gesucht

Stadt- und Stiftsarchiv
sammelt  Sterbebilder

Erinnern Sie sich noch? Im Rundbrief Nr. 79 vom November 2013 berichteten wir von der Übernahme von Sterbebildern. Seitdem hat sich viel getan: Die Sammlung ist inzwischen von 686 auf 1644 Sterbebilder (Stand: April 2016) angewachsen.
Der Aufruf ist nach wie vor noch aktuell: Können Sie Sterbebilder entbehren? Wenn ja, ist das Stadt- und Stiftsarchiv ein dankbarer Abnehmer. Wir sind an Personen interessiert, die mindestens einen Teil ihres Lebens in Aschaffenburg verbracht haben oder eine andere besondere Beziehung zu Aschaffenburg gehabt haben.
Wir würden uns freuen, wenn wir die Sterbebilder-Sammlung mit Ihrer Hilfe erweitern könnten. Besonders interessant wären Sterbebilder aus dem 19. Jahrhundert, bzw. Anfang des 20. Jahrhunderts.

Ansprechpartner ist Matthias Klotz im Stadt- und Stiftsarchiv (Tel. 06021 / 456 105 – 12).

 

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