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Liebe Mitglieder,

unser Verein ist weiterhin von den durch die COVID-19-Pandemie verursachten Einschränkungen des öffentlichen Lebens betroffen. Trotzdem konnten wir für den ausgefallenen Vortrag „Aschaffenburg im Zeitalter der Extreme“ (nach der Jahreshauptversammlung, 20. Oktober) und für die Exkursion in den Harz (neuer Termin: 3. – 6. Juni 2021) einen Ersatztermin finden.
Seit einigen Wochen ist unsere neueste Publikation (Anika Magath: Der Spessart als Kulturlandschaft) in der Geschäftsstelle erhältlich. Das Aschaffenburger Jahrbuch 34 (2020) können wir in Kürze veröffentlichen.

Wir wünschen Ihnen, dass Sie alle gesund bleiben und die Pandemie gut und wohlbehalten überstehen und wir sind Ihnen sehr dankbar, dass Sie auch in diesen schwierigen Zeiten Ihrem Geschichts- und Kunstverein Aschaffenburg e.V. verbunden bleiben.

Alles Gute und herzliche Grüße,

Klaus Herzog
namens des Vorstandes des Geschichts- und Kunstverein Aschaffenburg e.V.

Exkursion „Weltkulturerbe in der Mitte von Deutschland“ – Kunst und Kultur rund um den Harz

Donnerstag bis Sonntag, 3. bis 6. Juni 2021
Exkursion 2021 in Zusammenarbeit mit den Museen der Stadt Aschaffenburg (Leitung: Anja Lippert und Dr. Markus Marquart) und dem Geschichts- und Kunstverein Aschaffenburg e.V.

Da die diesjährige Exkursion in den Harz wegen der Corona-Pandemie leider ausfallen musste, ist sie in das Jahr 2021 verschoben worden. Das Programm bleibt unverändert bestehen. Eine Anmeldung ist zurzeit noch nicht möglich. Alle Teilnehmer von diesem Jahr haben wieder einen festen Platz und werden im November angefragt, ob sie 2021 wieder mitfahren möchten. Anmeldungen für freigewordene Plätze sind dann im Januar 2021 möglich. Interessenten können sich aber gerne schon jetzt auf eine Warteliste setzen lassen. Wir bitten um Verständnis für diese Vorgehensweise! 

Voraussichtliches Programm:

Donnerstag, 3. Juni:

Aschaffenburg – Seesen – Quedlinburg
Seesen: „Harz Horn“ Museum, Führung
Quedlinburg: Stadtführung mit Dom

Freitag, 4. Juni:

Quedlinburg – Halberstadt – Wernigerode – Goslar
Halberstadt: Stadtrundfahrt mit dem Bus, anschließend:
Führung Dom und Domschatz
Wernigerode: Mittagspause
Goslar: Besichtigung Kaiserpfalz und Stadtführung
Abendessen im Hotel

Samstag, 5. Juni:

Goslar – Baunschweig – Goslar
Braunschweig: Domführung, Besichtigung von Burg
Dankwarterode, Herzog-Anton-Ulrich-Museum
Führung „Highlights der Sammlung“
Abendessen im Hotel

Sonntag, 6. Juni:

Goslar – Aschaffenburg
Rammelsberg: Erzbergwerk, Fahrt mit Grubenbahn und
Schrägaufzug, Museumsführung
Ca. 21 Uhr Ankunft in Aschaffenburg 

Kosten (Stand 7/2020, Änderungen vorbehalten):

3 Übernachtungen mit Frühstück, 2 x Abendessen, incl. Fahrt, Eintritte, Führungen pro Person im DZ 395,– €, pro Person im EZ 469,– €.

Anmeldung: Geschäftsstelle des Geschichts- und Kunstvereins Aschaffenburg e.V., Tel.: 06021 / 456 105 – 13, E-Mail: marita.mischon@aschaffenburg.de

 

Nach mehr als 100 Jahren, Kaiserurkunde Ottos II. von 982 wiederentdeckt

Mit Abstand ältestes Originaldokument des Aschaffenburger Stiftsarchivs

Die Zeit der deutschen Kaiser aus dem Haus der „Ottonen“ ist seit fast 1000 Jahren passé. Ihnen folgten die Salierkaiser und die Staufer, die gerade im Süden Deutschlands im historischen Bewusstsein heute noch präsent sind.
Für die Entstehung des Stiftes St. Peter und Alexander in Aschaffenburg im späten 10. Jahrhundert, damit für die lange „Mainzer Zeit“ der späteren Stadt Aschaffenburg, ist allerdings Kaiser Otto II. (973-983) eine zentrale Gestalt gewesen. Seine Herrschaftsdokumente, Pergamenturkunden, sind eine große Seltenheit! Viele der wertvollen Dokumente sind im Lauf der Jahrhunderte verloren gegangen. Im Stadt- und Stiftsarchiv war bekannt, dass zwei Urkunden des Kaisers von 976 und 980 früher vorhanden, dann aber nicht mehr auffindbar waren. Eine weitere Urkunde des Kaisers war im Jahr 982 für das entstehende Aschaffenburger Kollegiatstift geschrieben worden. Der Kaiser ließ die Urkunde im süditalienischen Capua ausfertigen, wo er damals im Krieg mit den muslimischen Sarazenen verwickelt war.
Eine kleine Sensation für die Forschung ist es, dass nun nach weit über 100 Jahren dieses ottonische Originaldokument im Stiftsarchiv wiederentdeckt werden konnte! Im Jahr 1912 hatte noch ein österreichischer Forscher im Stiftungsamt das Original sehen können, irgendwann danach war die Urkunde nicht mehr auffindbar. Die „Wiederentdeckung“ gelang jetzt im Stadt- und Stiftsarchiv im Rahmen zweier aktueller Projekte für das Stiftsarchiv, in deren Folge der Gesamtbestand für Digitalisierung und Reinigung komplett durchforstet wird. Mit einem Schlag ist das älteste Original des Stadt- und Stiftsarchivs nun nicht mehr „nur“ aus dem 12. Jahrhundert, sondern gut 150 Jahre älter!
Der sensationelle Neufund hat auch eine große Bedeutung für die mittelalterliche Urkundenforschung. Das Archiv hat einen der Kenner des frühmittelalterlichen Urkundenwesens, Prof. Dr. Mark Mersiowsky (Universität Stuttgart), um eine Video-Stellungnahme gebeten. Die sehens- und hörenswerte Videobotschaft ist ab sofort aufrufbar unter diesem Link:  https://www.youtube.com/watch?v=tYVCrrsOxz4