News

Liebe Mitglieder,

unser Verein ist weiterhin von den durch die COVID-19-Pandemie verursachten Einschränkungen des öffentlichen Lebens betroffen. Für die Exkursion in den Harz (neuer Termin: 3. – 6. Juni 2021) konnten wir einen Ersatztermin finden.
Nach wie vor ist die Publikation von Anika Magath: Der Spessart als Kulturlandschaft in der Geschäftsstelle erhältlich. Das neueste Publikation, das Aschaffenburger Jahrbuch 34 (2020), ist vor wenigen Wochen erschienen.

Wir wünschen Ihnen, dass Sie alle gesund bleiben und die Pandemie gut und wohlbehalten überstehen und wir sind Ihnen sehr dankbar, dass Sie auch in diesen schwierigen Zeiten Ihrem Geschichts- und Kunstverein Aschaffenburg e.V. verbunden bleiben.

Alles Gute und herzliche Grüße,

Klaus Herzog
namens des Vorstandes des Geschichts- und Kunstverein Aschaffenburg e.V.

Öffnungszeiten der Geschäftsstelle

 

Ab Mittwoch, 16. Dezember 2020, gilt der „harte Lockdown“. Im Schönborner Hof ist der Lesesaal bereits seit 1. Dezember 2020 geschlossen. Bücherausleihen des Stadt- und Stiftsarchivs und Buchverkäufe des Archivs und des Geschichts- und Kunstvereins können im Erdgeschoss abgewickelt werden. Eine telefonische Anmeldung ist unbedingt erforderlich.

Bitte beachten Sie in jedem Fall die Informationen und hygienischen Regelungen unter  https://stadtarchiv-aschaffenburg.de/lesesaal-wichtige-hinweise

 

Aufruf zur Mitarbeit bei Aschaffenburg 2.0 – unsere Geschichte, unsere Zukunft

Seit einigen Wochen verfügt die Stadt über ein eigenes Mitmach-Projekt zur Stadtgeschichte: „Aschaffenburg 2.0 – unsere Geschichte, unsere Zukunft“ ist ein „Labor der Stadtgeschichte“, an dessen Aufbau die Aschaffenburgerinnen und Aschaffenburger mitwirken können. Gemeinsam soll die Stadtgeschichte geschrieben und dadurch erfahrbar und erlebbar gemacht werden.

Die Beiträge können selbst verfasst werden, wobei die Spannbreite von längeren oder kürzeren Texten, wie Informationen, Beobachtungen oder Features, über Fotos und Videos bis hin zu Audioaufnahmen, Interviews und Podcasts reichen kann.

Die Beiträge werden Epochen und Themen zugeordnet, zum Beispiel Kultur, Geschichte, Persönliches, und auf einer interaktiven Karte lokalisiert. Von der mittelalterlichen Geschichte bis zur Gegenwart, von persönlichen Erinnerungen über eigene Nachforschungen und offene Fragen, bis hin zu Schulprojekten und Vereinsgeschichten: Die Möglichkeiten der neuen partizipativen Plattform sind groß. „Aschaffenburg 2.0“ möchte als Stadtlabor persönliche Stadtgeschichten vereinen und zusammenführen sowie der Frage nachgehen, was die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt und des Umlands mit ihrer Stadt und Region verbinden. Aus Vergangenheit und Gegenwart soll erzählt und dies für die Zukunft festgehalten werden.

„Aschaffenburg 2.0 – unsere Geschichte, unsere Zukunft“ wird getragen durch das Stadt- und Stiftsarchiv der Stadt Aschaffenburg und in den Jahren 2020 und 2021 zusätzlich gefördert durch den Bezirk Unterfranken. „Aschaffenburg 2.0“ begleitet außerdem die derzeit laufende wissenschaftliche Erforschung der Stadtgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.

 

 

Weitere Informationen:

https://aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de/

 

Beitragen und Registrierung bei Aschaffenburg 2.0:

https://aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de/beitragen/

Schaufenster zur Stadtgeschichte: „Und hilf dem Nächsten in der Not“

Die dritte Ausstellung im Rahmen der Schaufenster zur Stadtgeschichte widmet sich dem historischen Bestand der Freiwilligen Feuerwehr Aschaffenburg. Dieser wurde Ende letzten Jahres ins Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg übernommen. Der Gesamtumfang des Archivguts beläuft sich auf 4,7 laufende Meter Schriftgut, eine Vielzahl an Fotos sowie andere, teils sehr interessante und historisch bedeutsame Informationsträger. Überliefert ist hierbei bereits die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr im Jahre 1862 anhand übernommener Statuten bis hin zur Errichtung der Heiligen Florian-Statue im Einfahrtsbereich der „Neuen Feuerwache“ im Jahr 2012.

Nach unterschiedlichen Archivalientypen gegliedert und chronologisch gereiht, stellt die neue, erstmals rein virtuell konzipierte Ausstellung, den Bestand der Freiwilligen Feuerwehr eindrucksvoll vor. Ein ganz besonderes feuerwehr- und stadthistorisches Juwel ist der bislang älteste, bekannte Stummfilm aus dem Jahre 1912. Die in der Ausstellung hinterlegten Zeitungsberichte schildern auf lebendige Art und Weise die Feierlichkeiten zum 50. Stiftungsfest und beschreiben gleichwohl den Inhalt des Filmes.

Die Ausstellung wird in der Deutschen Digitalen Bibliothek präsentiert und kann unter folgendem Link abgerufen werden:

https://ausstellungen.deutsche-digitale-bibliothek.de/ffw-aschaffenburg/

Ausstellung „Das Mainzer Musikleben….“

Die ursprünglich von 20. November 2020 – 29. Januar 2021 geplante Ausstellung im Stadt- und Stiftsarchiv: „Ausklang von Kurmainz in Mainz und Aschaffenburg. Das Musikleben unter Erzbischof Friedrich Karl Joseph von Erthal (1719-1802“), wird bis auf weiteres verschoben.

Die zusammen mit Kooperationspartnern aus Mainz geplante Präsentation hat das Musikleben in den beiden Residenzstädten Aschaffenburg und Mainz unter Erzbischof Friedrich Karl Joseph von Erthal (1719–1802) zum Thema.

Exkursion „Weltkulturerbe in der Mitte von Deutschland“ – Kunst und Kultur rund um den Harz

Donnerstag bis Sonntag, 3. bis 6. Juni 2021
Exkursion 2021 in Zusammenarbeit mit den Museen der Stadt Aschaffenburg (Leitung: Anja Lippert und Dr. Markus Marquart) und dem Geschichts- und Kunstverein Aschaffenburg e.V.

Da die diesjährige Exkursion in den Harz wegen der Corona-Pandemie leider ausfallen musste, ist sie in das Jahr 2021 verschoben worden. Das Programm bleibt unverändert bestehen. Eine Anmeldung ist zurzeit noch nicht möglich. Alle Teilnehmer von diesem Jahr haben wieder einen festen Platz und werden im November angefragt, ob sie 2021 wieder mitfahren möchten. Anmeldungen für freigewordene Plätze sind dann im Januar 2021 möglich. Interessenten können sich aber gerne schon jetzt auf eine Warteliste setzen lassen. Wir bitten um Verständnis für diese Vorgehensweise! 

Voraussichtliches Programm:

Donnerstag, 3. Juni:

Aschaffenburg – Seesen – Quedlinburg
Seesen: „Harz Horn“ Museum, Führung
Quedlinburg: Stadtführung mit Dom

Freitag, 4. Juni:

Quedlinburg – Halberstadt – Wernigerode – Goslar
Halberstadt: Stadtrundfahrt mit dem Bus, anschließend:
Führung Dom und Domschatz
Wernigerode: Mittagspause
Goslar: Besichtigung Kaiserpfalz und Stadtführung
Abendessen im Hotel

Samstag, 5. Juni:

Goslar – Baunschweig – Goslar
Braunschweig: Domführung, Besichtigung von Burg
Dankwarterode, Herzog-Anton-Ulrich-Museum
Führung „Highlights der Sammlung“
Abendessen im Hotel

Sonntag, 6. Juni:

Goslar – Aschaffenburg
Rammelsberg: Erzbergwerk, Fahrt mit Grubenbahn und
Schrägaufzug, Museumsführung
Ca. 21 Uhr Ankunft in Aschaffenburg 

Kosten (Stand 7/2020, Änderungen vorbehalten):

3 Übernachtungen mit Frühstück, 2 x Abendessen, incl. Fahrt, Eintritte, Führungen pro Person im DZ 395,– €, pro Person im EZ 469,– €.

Anmeldung: Geschäftsstelle des Geschichts- und Kunstvereins Aschaffenburg e.V., Tel.: 06021 / 456 105 – 13, E-Mail: marita.mischon@aschaffenburg.de

 

Nach mehr als 100 Jahren, Kaiserurkunde Ottos II. von 982 wiederentdeckt

Mit Abstand ältestes Originaldokument des Aschaffenburger Stiftsarchivs

Die Zeit der deutschen Kaiser aus dem Haus der „Ottonen“ ist seit fast 1000 Jahren passé. Ihnen folgten die Salierkaiser und die Staufer, die gerade im Süden Deutschlands im historischen Bewusstsein heute noch präsent sind.
Für die Entstehung des Stiftes St. Peter und Alexander in Aschaffenburg im späten 10. Jahrhundert, damit für die lange „Mainzer Zeit“ der späteren Stadt Aschaffenburg, ist allerdings Kaiser Otto II. (973-983) eine zentrale Gestalt gewesen. Seine Herrschaftsdokumente, Pergamenturkunden, sind eine große Seltenheit! Viele der wertvollen Dokumente sind im Lauf der Jahrhunderte verloren gegangen. Im Stadt- und Stiftsarchiv war bekannt, dass zwei Urkunden des Kaisers von 976 und 980 früher vorhanden, dann aber nicht mehr auffindbar waren. Eine weitere Urkunde des Kaisers war im Jahr 982 für das entstehende Aschaffenburger Kollegiatstift geschrieben worden. Der Kaiser ließ die Urkunde im süditalienischen Capua ausfertigen, wo er damals im Krieg mit den muslimischen Sarazenen verwickelt war.
Eine kleine Sensation für die Forschung ist es, dass nun nach weit über 100 Jahren dieses ottonische Originaldokument im Stiftsarchiv wiederentdeckt werden konnte! Im Jahr 1912 hatte noch ein österreichischer Forscher im Stiftungsamt das Original sehen können, irgendwann danach war die Urkunde nicht mehr auffindbar. Die „Wiederentdeckung“ gelang jetzt im Stadt- und Stiftsarchiv im Rahmen zweier aktueller Projekte für das Stiftsarchiv, in deren Folge der Gesamtbestand für Digitalisierung und Reinigung komplett durchforstet wird. Mit einem Schlag ist das älteste Original des Stadt- und Stiftsarchivs nun nicht mehr „nur“ aus dem 12. Jahrhundert, sondern gut 150 Jahre älter!
Der sensationelle Neufund hat auch eine große Bedeutung für die mittelalterliche Urkundenforschung. Das Archiv hat einen der Kenner des frühmittelalterlichen Urkundenwesens, Prof. Dr. Mark Mersiowsky (Universität Stuttgart), um eine Video-Stellungnahme gebeten. Die sehens- und hörenswerte Videobotschaft ist ab sofort aufrufbar unter diesem Link:  https://www.youtube.com/watch?v=tYVCrrsOxz4