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Krieg und Freiheit. Franzosenzeit und Befreiungskriege in der Rhein-Main-Region 1792-1815

Ausstellung vom 16. September bis 25. Oktober 2019
im Schönborner Hof

Plündernde Kosaken in Darmstadt

Die Ausstellung „Krieg und Freiheit. Franzosenzeit und Befreiungskriege in der Rhein-Main-Region 1792-1815“ der KulturRegion FrankfurtRheinMain bietet eine Zusammenschau der Jahre von den Revolutionskriegen bis zum Wiener Kongress in der Region. Zahlreiche lokale Beispiele − von Bingen über Friedberg und Darmstadt bis Aschaffenburg – veranschaulichen eine Zeit, in der fast permanent Krieg herrschte; aber auch eine Zeit der Umbrüche, in der wichtige Grundlagen für die weitere Geschichte der Region gelegt wurden. Die Ausstellung regt zur Diskussion über Fragen nach Krieg und Freiheit an, die auch über 200 Jahre nach den Befreiungskriegen aktuell sind: Ist Befreiung durch Krieg überhaupt möglich? Was kommt nach der Befreiung?

Auf 16 Tafeln mit 80 Abbildungen erzählt die Schau von großen gesellschaftlichen, territorialen und ideengeschichtlichen Veränderungen zwischen den Revolutions- und den Befreiungskriegen. Truppendurchzüge aller Kriegsparteien erschütterten die Region auch abseits der eigentlichen „Schauplätze“. Herrschaftsgebiete veränderten sich und gerieten unter den Einfluss Napoleons. Am Ende der Kriege hatte man sich von Napoleon „befreit“ − aber wie stand es um die Freiheit?

Die Wanderausstellung entstand im Rahmen des Projektes „Geist der Freiheit“ der KulturRegion und in Zusammenarbeit mit zahlreichen Museen, Archiven und Geschichtsvereinen in der Region. Sie wurde 2014 in Miltenberg eröffnet und kehrt jetzt anlässlich ihrer 19. Präsentation im Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg in den bayerischen Teil der KulturRegion zurück. Zur Ausstellung ist kostenfrei ein Katalog erhältlich, der auch die bisherigen Stationen der Wanderausstellung dokumentiert. Das Projekt wurde gefördert durch die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen.

Zur Ausstellung ist ein Katalog kostenfrei erhältlich.

Öffnungszeiten:
Montag bis Mittwoch: 9 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr
Donnerstag: 10 bis 12 Uhr und 14 bis 18 Uhr
Freitag: 10 bis 12 Uhr
Feiertags geschlossen

Eintritt frei

 

 

 

 

Jahreshauptversammlung 2019

Donnerstag, 17. Oktober 2019, 19 Uhr
Schönborner Hof, Haus Storchennest

Jahreshauptversammlung 2019

Folgende Tagesordnung ist vorgesehen:

  1. Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden
  2. Totenehrung
  3. Bericht des 1. Vorsitzenden
  4. Bericht des Schatzmeisters
  5. Bericht aus dem Arbeitskreis Familienforschung
  6. Bericht des Rechnungsprüfers
  7. Nachwahlen zum Vorstand (bis zu zwei Beisitzer)
  8. Satzungsänderung (zu § 4; vorgeschlagene Neufassung: „Die Einladung der Mitglieder hat wenigstens zehn Tage vorher schriftlich zu erfolgen; mit Einverständnis des jeweiligen Mitglieds genügt eine Textform.“)

Anschließend (ca. 20 Uhr)
Dr. Michaela Schedl, Vortrag
Mittelalterliche Goldschmiedearbeiten. Die Goldbüsten der Aschaffenburger Stiftspatrone Peter und Alexander

 Anträge aus dem Kreis der Mitglieder werden bis spätestens 5 Tage vor dem Versammlungstermin schriftlich an die Geschäftsstelle erbeten.

Vortrag

Donnerstag, 17. Oktober 2019, ca. 20 Uhr
(im Anschluss an die Jahreshauptversammlung)
Schönborner Hof, Haus Storchennest

Dr. Michaela Schedl, Vortrag
Mittelalterliche Goldschmiedearbeiten. Die Goldbüsten der Aschaffenburger Stiftspatrone Peter und Alexander

„Das Stiftsmuseum Aschaffenburg birgt einen einzigartigen Schatz“ heißt es auf der Website des Museums. Kennen Sie diesen Schatz und dessen Bedeutung? 
In der mittelalterlichen Schatzkammer des Aschaffenburger Stiftsmuseums sind kostbare Objekte zu sehen, wie etwa ein Kreuz aus Bergkristall oder äußerst kunstvoll gestaltete Goldschmiedearbeiten. Zu letzteren gehören die zwei eindrucksvollen, fast lebensgroßen Büsten der Stiftspatrone, der heiligen Peter und Alexander, aus dem 15. Jahrhundert. Plastische Büsten aus Stein sind uns spätestens seit der Antike bekannt. Die Aschaffenburger Büsten wurden in vielfältiger Technik aus Silber gearbeitet und vergoldet. Bei der Alexanderbüste handelt es sich um eine Reliquienbüste: In ihr wird die Schädeldecke des Heiligen aufbewahrt. Die Petrusbüste wurde als Pendant zu dieser gefertigt.
Während wir über den Künstler der Alexanderbüste kaum informiert sind, wissen wir über den Gestalter der Petrusbüste – den Frankfurter Goldschmied Hans Dirmstein – erstaunlich viel. Die Petrusbüste wird zu den glanzvollsten Leistungen spätmittelalterlicher Goldschmiedekunst gezählt.
Der Vortrag wird diese beiden Bildwerke in den Mittelpunkt stellen und sie im Kontext anderer Büsten, wie etwa der von Kaiser Karl dem Großen in Aachen (um 1350), vorstellen.

Vortrag – Vorankündigung

Freitag, 22. November 2019, 15 Uhr
Martinushaus, Treibgasse 26

Dr. Dietmar Preißler, Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Sammlungsdirektor
Festvortrag 70 Jahre Grundgesetz:
Ein Erinnerungsort für die Entstehung des Grundgesetzes

Sterbebilder gesucht

Stadt- und Stiftsarchiv
sammelt  Sterbebilder

Erinnern Sie sich noch? Im Rundbrief Nr. 79 vom November 2013 berichteten wir von der Übernahme von Sterbebildern. Seitdem hat sich viel getan: Die Sammlung ist inzwischen von 686 auf 1644 Sterbebilder (Stand: April 2016) angewachsen.
Der Aufruf ist nach wie vor noch aktuell: Können Sie Sterbebilder entbehren? Wenn ja, ist das Stadt- und Stiftsarchiv ein dankbarer Abnehmer. Wir sind an Personen interessiert, die mindestens einen Teil ihres Lebens in Aschaffenburg verbracht haben oder eine andere besondere Beziehung zu Aschaffenburg gehabt haben.
Wir würden uns freuen, wenn wir die Sterbebilder-Sammlung mit Ihrer Hilfe erweitern könnten. Besonders interessant wären Sterbebilder aus dem 19. Jahrhundert, bzw. Anfang des 20. Jahrhunderts.

Ansprechpartner ist Matthias Klotz im Stadt- und Stiftsarchiv (Tel. 06021 / 456 105 – 12).

 

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