Liebe Mitglieder,

unser Verein ist weiterhin von den durch die COVID-19-Pandemie verursachten Einschränkungen des öffentlichen Lebens betroffen. Für die Exkursion in den Harz (neuer Termin: 3. – 6. Juni 2021) konnten wir einen Ersatztermin finden.
Nach wie vor ist die Publikation von Anika Magath: Der Spessart als Kulturlandschaft in der Geschäftsstelle erhältlich. Das neueste Publikation, das Aschaffenburger Jahrbuch 34 (2020), ist vor wenigen Wochen erschienen.

Wir wünschen Ihnen, dass Sie alle gesund bleiben und die Pandemie gut und wohlbehalten überstehen und wir sind Ihnen sehr dankbar, dass Sie auch in diesen schwierigen Zeiten Ihrem Geschichts- und Kunstverein Aschaffenburg e.V. verbunden bleiben.

Alles Gute und herzliche Grüße,

Klaus Herzog
namens des Vorstandes des Geschichts- und Kunstverein Aschaffenburg e.V.

Öffnungszeiten der Geschäftsstelle

Das Stadt- und Stiftsarchiv ist seit dem 16. März 2021 mit Einschränkungen (dienstags / mittwochs / donnerstags, maximal zwei Benutzer) geöffnet. Bitte vereinbaren Sie vorher einen Termin mit dem Archivpersonal.

Bücherausleihen des Stadt- und Stiftsarchivs und Buchverkäufe des Archivs und des Geschichts- und Kunstvereins können im Erdgeschoss abgewickelt werden. Eine telefonische Anmeldung ist unbedingt erforderlich.

Bitte beachten Sie in jedem Fall die Informationen und hygienischen Regelungen unter  https://stadtarchiv-aschaffenburg.de/lesesaal-wichtige-hinweise

 

Aufruf zur Mitarbeit bei Aschaffenburg 2.0 – unsere Geschichte, unsere Zukunft

Seit einigen Wochen verfügt die Stadt über ein eigenes Mitmach-Projekt zur Stadtgeschichte: „Aschaffenburg 2.0 – unsere Geschichte, unsere Zukunft“ ist ein „Labor der Stadtgeschichte“, an dessen Aufbau die Aschaffenburgerinnen und Aschaffenburger mitwirken können. Gemeinsam soll die Stadtgeschichte geschrieben und dadurch erfahrbar und erlebbar gemacht werden.

Die Beiträge können selbst verfasst werden, wobei die Spannbreite von längeren oder kürzeren Texten, wie Informationen, Beobachtungen oder Features, über Fotos und Videos bis hin zu Audioaufnahmen, Interviews und Podcasts reichen kann.

Die Beiträge werden Epochen und Themen zugeordnet, zum Beispiel Kultur, Geschichte, Persönliches, und auf einer interaktiven Karte lokalisiert. Von der mittelalterlichen Geschichte bis zur Gegenwart, von persönlichen Erinnerungen über eigene Nachforschungen und offene Fragen, bis hin zu Schulprojekten und Vereinsgeschichten: Die Möglichkeiten der neuen partizipativen Plattform sind groß. „Aschaffenburg 2.0“ möchte als Stadtlabor persönliche Stadtgeschichten vereinen und zusammenführen sowie der Frage nachgehen, was die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt und des Umlands mit ihrer Stadt und Region verbinden. Aus Vergangenheit und Gegenwart soll erzählt und dies für die Zukunft festgehalten werden.

„Aschaffenburg 2.0 – unsere Geschichte, unsere Zukunft“ wird getragen durch das Stadt- und Stiftsarchiv der Stadt Aschaffenburg und in den Jahren 2020 und 2021 zusätzlich gefördert durch den Bezirk Unterfranken. „Aschaffenburg 2.0“ begleitet außerdem die derzeit laufende wissenschaftliche Erforschung der Stadtgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.

 

Weitere Informationen: aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de

Beitragen und Registrierung bei Aschaffenburg 2.0: aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-digital.de/beitragen

Nach mehr als 100 Jahren, Kaiserurkunde Ottos II. von 982 wiederentdeckt

Mit Abstand ältestes Originaldokument des Aschaffenburger Stiftsarchivs

Die Zeit der deutschen Kaiser aus dem Haus der „Ottonen“ ist seit fast 1000 Jahren passé. Ihnen folgten die Salierkaiser und die Staufer, die gerade im Süden Deutschlands im historischen Bewusstsein heute noch präsent sind.
Für die Entstehung des Stiftes St. Peter und Alexander in Aschaffenburg im späten 10. Jahrhundert, damit für die lange „Mainzer Zeit“ der späteren Stadt Aschaffenburg, ist allerdings Kaiser Otto II. (973-983) eine zentrale Gestalt gewesen. Seine Herrschaftsdokumente, Pergamenturkunden, sind eine große Seltenheit! Viele der wertvollen Dokumente sind im Lauf der Jahrhunderte verloren gegangen. Im Stadt- und Stiftsarchiv war bekannt, dass zwei Urkunden des Kaisers von 976 und 980 früher vorhanden, dann aber nicht mehr auffindbar waren. Eine weitere Urkunde des Kaisers war im Jahr 982 für das entstehende Aschaffenburger Kollegiatstift geschrieben worden. Der Kaiser ließ die Urkunde im süditalienischen Capua ausfertigen, wo er damals im Krieg mit den muslimischen Sarazenen verwickelt war.
Eine kleine Sensation für die Forschung ist es, dass nun nach weit über 100 Jahren dieses ottonische Originaldokument im Stiftsarchiv wiederentdeckt werden konnte! Im Jahr 1912 hatte noch ein österreichischer Forscher im Stiftungsamt das Original sehen können, irgendwann danach war die Urkunde nicht mehr auffindbar. Die „Wiederentdeckung“ gelang jetzt im Stadt- und Stiftsarchiv im Rahmen zweier aktueller Projekte für das Stiftsarchiv, in deren Folge der Gesamtbestand für Digitalisierung und Reinigung komplett durchforstet wird. Mit einem Schlag ist das älteste Original des Stadt- und Stiftsarchivs nun nicht mehr „nur“ aus dem 12. Jahrhundert, sondern gut 150 Jahre älter!
Der sensationelle Neufund hat auch eine große Bedeutung für die mittelalterliche Urkundenforschung. Das Archiv hat einen der Kenner des frühmittelalterlichen Urkundenwesens, Prof. Dr. Mark Mersiowsky (Universität Stuttgart), um eine Video-Stellungnahme gebeten. Die sehens- und hörenswerte Videobotschaft ist ab sofort aufrufbar unter diesem Link:  https://www.youtube.com/watch?v=tYVCrrsOxz4