Marita Mischon

Über Marita Mischon

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Liebe Mitglieder,

einen Einschnitt in unsere Vereinsarbeit ist die Insolvenz unserer „Haus- und Hofdruckerei“ Schmidt in Neustadt an der Aisch. Seit 1979 wurden dort alle Publikation unseres Vereins gedruckt. Inzwischen haben wir sowohl für das Aschaffenburger Jahrbuch, das eventuell noch in diesem Jahr erscheint, als auch für diesen Rundbrief neue Druckereien gefunden. Ich bin guter Hoffnung, dass die Zusammenarbeit gut gelingt.
Besonders stolz bin ich auf das Projekt der Stadtgeschichte: Nachdem die „Stadtgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts“ bereits vorliegt, werden jetzt schon die Weichen für die „Stadtgeschichte vor 1803“ gestellt. Ziel ist die Publikation eines 500 bis 600seitigen Sammelbandes im Verlauf der nächsten Jahre.
In der Stadtplanung engagiert sich der Verein für das Gelände zwischen Theoderichstor, Kapuzinerkirche und Schloßberg. Dieses seit dem 2. Weltkrieg nicht mehr genutzte Areal stand im Mittelpunkt einer Begehung der Vorstandschaften des Geschichts- und Kunstvereins und der Altstadtfreunde. Beide Vorstandschaften haben sich mit dem ehemaligen Leiter des Stadtplanungsamts Bernhard Keßler dafür ausgesprochen, eine von der Stadt Aschaffenburg bezuschusste Facharbeit an Studenten der Hochschule Aschaffenburg zu vergeben. Sie sollen eine Studie zur Bebauung des Geländes erstellen.

Ich wünsche Ihnen alles Gute für das Jahr 2026!

Ihr

Klaus Herzog, Vorsitzender

Erreichbarkeit der Geschäftsstelle

Unsere Mitarbeiterin Marita Mischon betreut die Geschäftsstelle des Vereins und ist dienstags von 10–12 Uhr (telefonisch 10–15 Uhr) im Schönborner Hof unter der neuen Telefonnummer 330-2427 zu erreichen.

Beim Bücherverkauf im Geschäftszimmer kümmern sich – während der Öffnungszeiten des Stadt- und Stiftsarchivs – Matthias Klotz (Tel. 06021/330-2426) und Mario Schwind um Ihre Anliegen. Sie können im Schönborner Hof wieder Bücher und andere heimatgeschichtliche Artikel in gewohnter Weise erwerben – oder in unserem Webshop.

Kosmos KOMMZ – Fünf Jahrzehnte Utopie?

Kosmos KOMMZ – Fünf Jahrzehnte Utopie?
9. Juni bis 13. September 2026
Ausstellung im Schönborner Hof

Foto des ersten KOMMZ 1976: Stadt- und Stiftsarchiv, Fotonachlass Karl-Heinz Liebler

„Das KOMMZ“ ist seit über 50 Jahren ein prägendes Ereignis in und um Aschaffenburg, mit seiner Geschichte und Kultur untrennbar verbunden.
Das Stadt- und Stiftsarchiv möchte dieses Jubiläum im Sommer 2026 mit einer Ausstellung im Schönborner Hof würdigen und dabei die verschiedenen Bedeutungen des KOMMZ untersuchen – als Musikfestival, als politischer Kampf um Freiräume, als Auseinandersetzung mit herrschenden gesellschaftlichen Normen, als großes Fest und gelebte Utopie. Das KOMMZ – kaum eine Veranstaltung im Raum Aschaffenburg, um die sich so viele Mythen, Legenden und Vorbehalte ranken wie um jenes Fest, das seit 1976 im Nilkheimer Park stattfindet.
Was verbirgt sich hinter dem Festival, das das Main-Echo im Laufe der Jahrzehnte wahlweise als „Anti-Veranstaltung“, „Gegenentwurf zum Alltag“ oder „Fantasiewelt“ beschreibt? Gegründet als Kommunikationsfest der Aschaffenburger Jugend“, zu Beginn bekämpft von der Politik, kritisch beäugt von besorgten Eltern, wird es in diesem Jahr mit demKulturpreis der Stadt Aschaffenburg ausgezeichnet. Was bedeutet das KOMMZ für die Menschen, die es veranstalten und besuchen und alljährlich im Kosmos KOMMZ abtauchen?
Die Ausstellung wirft einen Blick auf die Geschichte des KOMMZ und versucht sich an der komplizierten Aufgabe, das KOMMZ zu erklären. Aber geht das überhaupt?

Öffnungszeiten:
9. Juni – 13. September 2026
Dienstag bis Freitag, 11 bis 16 Uhr
Zusätzlich ist die Ausstellung an den Wochenenden (11 bis 16 Uhr): geöffnet:
13./14. Juni, 27./28. Juni, 4./5. Juli, 11./12. Juli, 8./9. August, 22./23. August sowie 12./13. September.

Außerdem geöffnet während der Abendveranstaltungen im Schönborner Hof am 3. Juli, 4. Juli sowie im Rahmen der Museumsnacht (11. Juli)!

Waldparkanlage Godelsberg – Wandel und Vision

Dienstag, 16. Juni 2026, 19 Uhr
Schönborner Hof, Haus Storchennest

Vortrag von Dipl.-Ing. (FH) Jutta Curtius: Waldparkanlage Godelsberg – Wandel und Vision

Der Godelsberg in Aschaffenburg, eine geologisch interessante Erhebung, hat eine heute unterschätzte historische, kulturelle und ökologische Bedeutung. Im Laufe der Geschichte erfuhr er gewichtige Veränderungen. Die in fünf Phasen zu gliedernde Entwicklung wird anschaulich dargestellt.
Das Denkmal Engelhardbank (1912) und die Bilder und Berichte von den Sanierungsmaßnahmen 1948/49 bezeugen noch die einstige große Wertschätzung der Waldparkanlage. Wenig ist davon geblieben.
Die Sachverständige für Gartendenkmalpflege unterbreitet kurzfristig umsetzbare Vorschläge für einen wichtigen Teilbereich des Serpentinenweges und eine Vision der umfassenden Revitalisierung des Gebiets durch Zusammenarbeit aller relevanten Akteure bis zum 200jährigen Kippenburgjubiläum (2039).

Im Anschluss an den Vortrag wird Klaus Eymann durch lebendige Schilderung persönlicher Erinnerungen (mit historischen Bildern aus dem eigenen umfangreichen Archiv) die Anwesenden bis in seine Jugendzeit in den 1940er Jahren zurückversetzen.