Aus musikhistorischer Sicht ist die Regierungszeit Erthals (1774–1802) eine besonders spannende und wechselhafte. Neuerungen, die er als Befürworter der Aufklärung unterstützte wie auch gezielte Förderung, die er dem kulturellen und insbesondere musikalischen Bereich angedeihen ließ, trugen zu den Rahmenbedingungen für ein vielfältiges und florierendes Musikleben bei. Kriegerische Auseinandersetzungen und Belagerungen während der Koalitionskriege führten jedoch zu einem jähen Umbruch, der sich auch auf die Rolle Aschaffenburgs im Kurfürstentum auswirkte. Im Fokus der Ausstellung liegen neben diesen äußeren Umständen und ihren Folgen die verschiedenen Bereiche und Orte, an denen Musik erklang – sei es am und abseits des Hofs, in der Kirche, in der Öffentlichkeit und im Privaten – sowie die Akteure, die das Musikleben maßgeblich mitgestalteten..

Ursprünglich wurde die Ausstellung anlässlich des 300. Geburtstags Erthals von Studierenden der Musikwissenschaft an der Universität Mainz unter Leitung von Prof. Dr. Klaus Pietschmann erarbeitet und in der Mainzer Martinus-Bibliothek gezeigt. Nun, ein Jahr vor seinem 220. Todestag, ist sie im Stadt- und Stiftsarchiv zu sehen, betreut und im Hinblick auf Erthals Zweitresidenz Aschaffenburg und das dortige Musikleben erweitert von Kristina Krämer M.A.

Die Ausstellung im Schönborner Hof ist zu folgenden Zeiten – zu den aktuellen Corona-Regeln – geöffnet:

Montag bis Freitag: 11-16 Uhr

Samstag/Sonntag, 5./6. Juni und 3./4. Juli: 11-16 Uhr

Feiertags geschlossen