Donnerstag, 20. März 2020, 19.30 Uhr
Schönborner Hof, Haus Storchennest
Prof. Dr. Frank Jacob, Vortrag

Im sogenannten „kurzen“ 20. Jahrhundert, dem „Zeitalter der Extreme“ bestimmten zwei Weltkriege den ersten Teil desselben. Wie sich eine Stadt wie Aschaffenburg innerhalb dieses Zeitabschnitts entwickelt hat, kann Aufschluss darüber geben, welchen Einfluss die Extreme auf der lokalen Ebene hatten und die dortige historische Entwicklung bedingten. Im Vortrag wird ein kurzer schlaglichtartiger Abriss über entscheidende Momente der Geschichte Aschaffenburgs im ersten Teil des 20. Jahrhunderts gegeben, um gleichfalls zu zeigen wie „extrem“ diese Zeit auf der Mikroebene tatsächlich gewesen ist.
Prof. Dr. Frank Jacob (*1984) studierte Geschichte und Japanologie in Würzburg und Ōsaka. 2012 folgte die Promotion an der Universität Erlangen, 2014 der Ruf an die City University of New York. Seit 2018 lehrt Jacob Globalgeschichte (19. u. 20. Jahrhundert) an der Nord Universitet, Norwegen. Neben zahlreichen Publikationen in deutscher und englischer Sprache zu verschiedenen Themenschwerpunkten forscht Jacob momentan verstärkt zu Revolutionen als einem Phänomen der globalen Moderne.