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Arbeitskreis Personen- und Familienforschung
Gegründet 1995, befaßt sich der Arbeitskreis mit der Erforschung der früher im Stadtgebiet wohnenden Personen und Familien und stützt sich hierzu auch auf die im Stadt- und Stiftsarchiv vorhandenen schriftlichen Quellen. Diese werden per Computer erfaßt und wissenschaftlich aufbereitet, um sie dem interessierten Familien- oder Heimatforscher zur Verfügung stellen zu können und die allgemeine lokalhistorische Forschung zu erleichtern. Die Familienforschung für Aschaffenburg kann auf mehrere Quellenbestände zurückgreifen:
Kirchenbücher Wichtigste Quelle für den Familienforscher. Die Aschaffenburger Matrikelbände befinden sich im Diözesanarchiv Würzburg und sind dort als Microfiche einsehbar. Es sind dies: Pfarrei St. Agatha: Band 1 (Tf 1620-1694, Tr 1622-1694, St 1660-1694), Band 2 (Tf, Tr, St 1695-1737), Band 3 (Tf, Tr, St 1738-1800), Band 4 (1801-1825). Pfarrei Unsere Liebe Frau: Band 1 (Tf, Tr, St 1685-1690, 1698-1729), Band 2 (Tf, Tr 17301782, St 1732-1782), Band 3, 5 und 7 (Tf, Tr, St 1783-1837). Stift St. Peter und Alexander: Die Einträge zwischen 1605 und 1650 waren bereits Gegenstand einer Veröffentlichung. Weitere Einträge beginnen 1669 (Trauungen und Taufen) bzw. 1693 (Sterbefälle). Von den oben genannten Kirchenbüchern wurden durch den Arbeitskreis Abschriften erstellt, die jeweils im Stadt- und Stiftsarchiv einsehbar sind. Jüngere Kirchenbücher sind vorhanden, werden derzeit jedoch nicht bearbeitet.
Bürgerbücher (Stadtarchiv) Aufzeichnungen über Bürgerrechtsverleihungen (zumeist mit wichtigen Angaben zum Herkunftsort und Beruf des Neubürgers): - Band I (1509-1621, enthält ca. 2700 Bürgeraufnahmen) - Band III (1659-1793, enthält die Namen und Aufnahmedaten aller im Jahre 1728 lebenden und der seit 1728 neu hinzugezogenen Bürger Aschaffenburgs).
Heimatregister (Stadtarchiv) Angelegt etwa 1832, enthält, nach Familienvorständen geordnet, alle Geburts- und Sterbedaten der heimatberechtigten Bewohner Aschaffenburgs, sowie zumeist weiterführende Angaben zu deren Kindern (bis 1918 fortgeführt). Zu den Heimatregistern gehören auch zahlreiche Einzelakte über die Ansässigmachungen.
Zunftbücher (Stadtarchiv) Enthalten Vermerke über die Aufnahmen einzelner Handwerksmeister, teilweise mit Angaben zu Herkunft oder Familienverhältnissen, in folgenden Zünften: Krämer (1557-1722), Bäcker (1582-1778), Bender (1614-1735), Fischer (ab 1651, in Privatbesitz), Zimmerleute (ab 1715), Tüncher (ab 1756), Schneider (ab 1760), Metzger sowie Fischer (jeweils ab 1772).
Ratsprotokolle (Stadtarchiv) Für die kurmainzische Zeit (bis 1803) sind im wesentlichen nur die Ratsprotokolle der Jahre 1593 bis 1665 (mit teilweise großen Lücken), 1731 und 1766 erhalten. Sie bergen größtenteils Aufzeichnungen über zivile Rechtsstreitigkeiten und städtische Verwaltungstätigkeiten. Interessant für den Familienforscher wegen zahlreicher sozial- und wirtschaftsgeschichtlicher Belange und wegen der Abschriften von sog. Geburtsbriefen.
Stadtrechnungen (Stadtarchiv) Für den Familienforscher interessant wegen der dort verzeichneten Bürger-aufnahmegebühren und Steuerlisten (sog. Geschoßlisten), die einen vollständigen Überblick über die in Aschaffenburg wohnenden Zunftbürger vermitteln. Im Stadtarchiv finden sich entsprechende Aufstellungen der Jahre 1585, 1622, 1626, 1711, 1714, 1720, 1730, 1740, 1749 usw.
Stiftsregsten (Stiftsarchiv) Aus dem reichen Quellenmaterial des Stiftes St. Peter und Alexander sind noch hunderte von Urkunden und sonstigen Schriftstücken (vom Mittelalter bis 1833) erhalten und stehen in Form von Regesten für die Forschung zur Verfügung. Abschriften hiervon (ab 1600 bis 1833) sind ebenfalls in den Archivräumen einsehbar.
Weitere Quellen zur Familienforschung für Aschaffenburg befinden sich im Staatsarchiv Würzburg.
Der Arbeitskreis nimmt gerne Fragen oder Ergänzungen zur Aschaffenburger Familienforschung entgegen. Bitte senden Sie ein e-mail.
Kontaktperson: Dr. Heinrich Fußbahn HFussbahn@aol.com
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