Baulichkeiten

Schloß Johannisburg - Aschaffenburgs prachtvolles Wahrzeichen
An der Stelle der mittelalterlichen Burg, die im Markgräflerkrieg 1552 zerstört wurde, und von der nur der alte Bergfried erhalten blieb, ließ Kurfürst Johann Schweickard von Kronberg ab 1605 bis 1614 das prächtige Schloß aus rotgoldenem Buntsandstein durch seinen Schloßbaumeister Georg Ridinger aus Straßburg erbauen. Im Zweiten Weltkrieg wurde es ein Opfer der Zerstörung. In den siebziger Jahren war sein Wiederaufbau in alter Pracht vollendet. Neben der Staatsgalerie, der sogenannten Fürstlichen Wohnräume und dem Städtischen Schloßmuseum finden sich hier auch ein Restaurant und eine Weinstube.

 

Pompejanum
In Schloßnähe verzaubert diese Nachbildung eines römischen Hauses in Pompeji, erbaut im Auftrag des bayerischen König Ludwig I. von 1840 bis 1848 durch seinen Baumeister Friedrich Gärtner. Nach mehreren Restaurierungsphasen sind dort nun seit 1994 römische Kunstwerke der Staatlichen Antikensammlung und Glyptothek München zu sehen.

Bechthold-Haus
Die schönste Barockfassade, entstanden um 1730, ziert dieses kleine Haus in der Nähe der St. Agatha-Kirche.

Fachwerkhäuser
Dalbergstraße - Hier und in den Nebengäßchen schlägt das Herz der Aschaffenburger Altstadt und der "Dalberg", wie er im Volksmund genannt wird, lebt von den vielen schönen Fachwerkhäusern.

Löwenapotheke - Rekonstruktion eines Hauses aus dem 16. Jahrhundert am Stiftsplatz.

Reigersberghaus - Dalbergstraße 41. Hier wohnte der Stadtschultheiß, Kurmainzische Staatskanzler und Kaiserliche Geheime Rat Dr. Nikolaus Georg, Ritter von Reigersberg, der 1648 am Ende des Dreißigjährigen Krieges die Schlußakte des Westfälischen Friedenskongresses in Osnabrück mitunterzeichnete und bei den Hexenverbrennungen eine weniger "friedliche" Rolle spielte.

Heißer Stein - sehenswert die Fachwerkfassade des ehemaligen Gasthofes, heute Wohnhaus.

Kurie Starkenburg - das letzte erhaltene Beispiel einer Stiftskurie in Holzbauweise.

Gentil-Haus
Erbaut 1922/23 in eigenwilliger Architektur durch den Aschaffenburger Fabrikanten Anton Gentil, der beide Häuser seiner Heimatstadt vermachte. Ein kleines Museum ist hier - nur nach Vereinbarung - zu besichtigen.

Herstallturm
Nur einer der beiden Herstalltor-Türme der ehemaligen Stadtmauer mit der Jahreszahl 1545 und dem Wappen des Kardinals Albrecht von Brandenburg (1514-1545) ist noch erhalten.

Hexenturm
Als Rest der alten Stadtbefestigung erinnert er an dunkle mittelalterliche Zeiten. Er ist Teil der ehemaligen Stadtmauer, die die Innenstadt "intra muros" umschloß.

Rathaus
Das Verwaltungsgebäude wurde nach Plänen von Prof. Diez Brandi im neoklassizistischen Stil 1956 bis 1958 erbaut. Es bildet den modernen Kontrast zur Altehrwürdigkeit des Stiftsplatzes mit Stiftsbasilika, Stiftskapitelhaus, Stiftsbrunnen und Löwenapotheke.

 

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