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Jüngste Grabungen in der Oberstadt belegen, daß Aschaffenburg bereits zur Zeit der Völkerwanderung besiedelt wurde, denn die ersten Funde datieren aus dem 3. Jahrhundert. Es ist anzunehmen, daß ab dem 4. Jahrhundert auf einer Anhöhe, dem späteren Stiftsberg, eine größere Siedlung bestanden hat. Wohl vor 724 wurde im Zuge der Christianisierung die Kilians-Kapelle im Ortsteil Nilkheim geweiht, die somit die Urzelle des Christentums am Untermain darstellt. Ende des 10. Jahrhunderts wurde das Stift St. Peter und Alexander gegründet, 974 als "civitas" erstmals urkundlich erwähnt. Um 982 geht Aschaffenburg an das Erzstift Mainz über und schon 989 läßt Erzbischof Willigis die erste hölzerne Brücke über den Main bauen. Die Stiftsbasilika auf dem Stiftsberg ist ältestes bauliches Zeugnis von "Ascaffinburg", das sich in der Folge rasch zu einem frühen "Wirtschaftszentrum" entwickelte. Aschaffenburg war wichtiger Umschlagplatz an der alten Handelsstraße und auch strategisch bedeutsam. Deshalb ließ Erzbischof und Kurfürst Adalbert I. von Saarbrücken um 1120/30 die für die Mainzer so wichtige spätere Residenzstadt neu befestigen. Im 12. Jahrhundert, als sich über die Oberstadt hinaus auch die Unterstadt entwickelte und mit dem Bau der alten Burg begonnen wurde, erhielt Aschaffenburg Marktrecht, Münzerlaubnis, Stadtrecht und Stadtwappen. Ab dem 14. Jahrhundert war die Stadt am Untermain eine der bedeutendsten Bastionen im Erzbistum Mainz. |
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Geschichts- und Kunstverein Aschaffenburg e.V. |